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Geschichte des Schmucks: Das Altertum |  |
 Perlen aus Golddraht waren im Altertum sehr beliebt
Ein Genie ist wie das Gold in der Mine - ein Talent ist der Minenarbeiter, der es ans Tageslicht bringt.
Lady Marguerite Blessington (1789 - 1849), englische Schriftstellerin |
Goldschmuck im Altertum  Blattgold war eine der ersten Einsatzformen dieses Metalls zur Schmuckherstellung
Im Altertum wurde Goldschmuck meist aus dünnen Goldblättern hergestellt, die zwischen Lederhäuten oder Papyrusblättern flachgeschlagen wurden. Diese Blätter waren ca. 0,1 mm dick, doch geübte Goldschmiede konnten Blattgold bis zu einer Dicke von 0,003 mm herstellen, welches zum Vergolden von Grabverzierungen verwendet wurde. Bei der Schmuckverarbeitung wurden die Goldblätter in dekorative Formen geschnitten oder um einen Kern aus Sandstein oder Schwefel gewickelt, um dreidimensionale Formen zu erzielen. Zu Dekorationszwecken wurde das Gold vor allem mit verschiedenen Relieftechniken bearbeitet, bei denen das Gold von der Rückseite mit stumpfen Stanzwerkzeugen nach vorne gedrückt wurde. Für die Massenfabrikation wurden außerdem Stanz- und Gußformen aus Bronze eingesetzt. Auch Goldperlen wurden üblicherweise von hinten mit der Relieftechnik verziert und mussten daher nach dem Aufbringen des Reliefs aus zwei Hälften zusammengesetzt werden. Filigrane Oberflächendetails wurden den Schmuckstücken mit Golddraht hinzugefügt, der manchmal in Perlenstruktur gearbeitet war oder verdreht wurde, um einen noch ausgefalleneren Bandeffekt zu erzielen. Manchmal wurden auf der Oberfläche der Schmuckstücke auch kleine Goldkügelchen (sog. Granalien) zur Verzierung angebracht. Manche Schmuckstücke aus Gold wurden außerdem in Gipsformen gegossen: Hierfür wurde die genaue Form des gewünschten Schmuckstücks aus Wachs hergestellt, und diese Wachsform wurde mit mehreren Schichten Gips übergossen, den man erstarren ließ. Dann wurde ein Loch durch den Gips bis in die Wachsform hineingebohrt und der Gips wurde erhitzt, bis das Wachs im Inneren schmolz und durch das Loch ausgegossen werden konnte. So blieb eine Hohlform übrig, in die das flüssige Gold gegossen wurde, welches dann in der gewünschten Form erstarrte.  [ Schmuck und Anhänger: Startseite ] [ Willkommen ] [ Geschichte ] [ Schmuckkollektionen ]
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