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Geschichte des Schmucks: Das Altertum |  |
 Bei diesem ägyptischen Talisman sind der heilige Skarabäuskäfer und das Auge des Horus zu einer geflügelten Gestalt verschmolzen
Der Skarabäus war der heilige Käfer der alten Ägypter - er ist mit dem Pillendreherkäfer verwandt und symbolisierte vermutlich Unsterblichkeit. Ambrose Bierce (1842 - 1914), amerikanischer Journalist und Kurzgeschichtenautor |
Ägyptische Amulette  Das Auge des Horus wurde auch Udjat genannt und war ein mächtiges Schutzzeichen
Die Arbeit der ägyptischen Schmuckmacher konzentrierte sich vor allem auf die Herstellung bestimmter Amulettformen. Die Auswahl an möglichen Motiven war daher eingeschränkt, aber die Stücke hatten alle eine magisch-religiöse Bedeutung, die bei weitem wichtiger war als der rein dekorative Wert des Schmuckstücks. Das verbreitetste Symbol war der Skarabäuskäfer, der die Sonne und die Schöpfung im Allgemeinen symbolisierte. Das sogenannte Udjat -Amulett stellte dagegen das Auge des Himmelsgottes Horus dar und sollte seinen Träger vor dem bösen Blick beschützen. Außerdem waren Sonnenscheiben und Lotusblüten beliebte Motive, beides Symbole für die Wiederauferstehung, so wie die Sonne jeden Morgen über dem Nil erneut aufgeht und sich die geschlossenen Lotusblüten in ihrem Licht öffnen. Häufig wurden auch die verschiedenen ägyptischen Gottheiten, gekreuzte Knoten und Hieroglyphen in Schmuckform dargestellt. Auch der Einsatz von Farben in der Schmuckgestaltung hatte symbolische Bedeutung. Ägyptischer Schmuck war intensiv gefärbt, wobei einige wenige Grundmaterialien für diese Farbvielfalt eingesetzt wurden, wie z.B. blauer Lapislazuli, hellblauer Türkis, grüner Feldspat und roter Karneol - alle diese Mineralien wurden direkt in Ägypten gefördert, mit Ausnahme des Lapislazuli, der aus Afghanistan importiert werden musste. Laut dem ägyptischen Totenbuch stand die Farbe Dunkelblau für den Nachthimmel, während Grün Wachstum und Auferstehung symbolisierte und Rot als Farbe des Blutes Energie und Lebenskraft repräsentierte. Die verschiedenen Mineralien wurden entweder zu Perlen verarbeitet oder in eine bestimmte Form geschnitten und dann als farbige Fläche in den Schmuck eingesetzt. Oft wurden auch künstliche Ersatzmineralien verwendet, die entweder aus gefärbtem Glas oder spezieller Keramik bestanden, einem stark glänzenden Material, welches leicht gefärbt und geformt werden konnte und so praktisch jeden echten Schmuckstein ersetzen konnte.  [ Schmuck und Anhänger: Startseite ] [ Willkommen ] [ Geschichte ] [ Schmuckkollektionen ]
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