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Geschichte des Schmucks: Das Altertum |  |
 Römischer Ring mit eingearbeiteter Kamee
Der Sage nach wurde Rom von Romulus, dem Bruder des Remus, im Jahre 753 v. Chr. auf dem Hügel Palatin gegründet - und tatsächlich wurden dort Spuren eines eisenzeitlichen Dorfes aus der Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. gefunden.
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Römischer Goldschmuck  Bei römischen Frauen waren Perlenketten beliebt
Die Goldversorgung der Römer war jahrhundertelang nicht ausreichend, um eine Verwendung dieses Metalls für Schmuck zu ermöglichen. Selbst als sich das römische Reich in goldfördernde Regionen in Nordafrika, Spanien und Frankreich ausdehnte, wurde das edle Metall fast ausschließlich verwendet, um militärische Feldzüge zu bezahlen und die Armeen finanziell zu versorgen. Erst zu Beginn des römischen Kaiserreichs (ab 27 v. Chr.) wurden größere Mengen an Gold für andere Zwecke verwendet. Ursprünglich kopierte die römische Schmuckherstellung den hellenistischen Stil der gerade besetzten griechischen Gebiete, doch schon bald entwickelte sich ein eigenständiger römischer Stil, der durch einfach gebaute, große Steinfassungen gekennzeichnet war, in die verschiedene farbige Schmucksteine eingesetzt wurden. Das Gold, welches die Römer zur Schmuckherstellung verwendeten, hatte 18 bis 24 Karat, und es wird vermutet, dass häufig Goldmünzen als Rohmaterial von den Juwellieren verwendet und nach dem Einschmelzen aufgereinigt wurden. Neben bereits bekannten Techniken entwickelten die Römer Designs, bei denen das Gold durchstochen wurde. Diese unter dem Begriff opus interrasile zusammengefassten Schmuckstücke besaßen ein feines Gittermuster, welches aus dem Metall ausgeschnitten oder ausgestanzt wurde. Außerdem erfanden die Römer Niello, eine schwarze Substanz bestehend aus Metallsulfiden, die einen schönen Kontrast gegen das verwendete Gold und Silber bildete. Emaille wurde dagegen nur selten eingesetzt, und intensive Farben wurden statt dessen mit Hilfe von farbigen Schmucksteinen erzielt, die in abgerundete Formen verschliffen wurden. Granate waren beliebt und die etwas trüben Smaragde, die aus den gerade entdeckten Minen in Ägypten stammten. Die Smaragde wurden meist in ihrer ursprünglichen hexagonalen Naturform belassen und nur durchbohrt, um auf Golddraht aufgefädelt zu werden. Im Fall von Halsketten bekam jede Perle ihren eigenen kurzen Golddraht, der an beiden Perlenenden zu einer Schlaufe gebogen wurde, und diese Schlaufen wurden dann zur eigentlichen Kette verbunden. In Westrom standen zu dieser Zeit erstmals Sapphire zur Verfügung, die wahrscheinlich aus Sri Lanka stammten, und in seltenen Fällen wurden auch unbearbeitete Rohdiamanten aus Indien für Ringe verwendet. Römische Steinschneider stellten fein gearbeitete Gemmen und Kameen her, die in die Schmuckstücke eingearbeitet wurden, wobei sie hierbei die Stile und Techniken der hellenistischen Griechen übernahmen. Sowohl das versteinerte Baumharz Bernstein als auch das versteinerte Holz Gagat waren für Halsketten und Amulette beliebt und begehrt. Die Römer gewannen den Bernstein aus dem Baltischen Meer, und der Gagat wurde vor allem aus Nordengland herantransportiert, sobald auch die Britischen Inseln zum römischen Reich gehörten. Der Bernstein wurde vor allem zu Perlen verarbeitet, doch aus Gagat konnten auch kompliziertere Formen hergestellt werden, wie z.B. die sogenannten Sponsalia-Medaillions, die auf der Vorderseite ein Liebespaar und auf der Rückseite den Händedruck der Liebenden zeigten, und beim Paar gegenseitige Treue hervorrufen sollten. Die meisten dieser Medaillions wurden in York hergestellt, wo sich eine römische Manufaktur befand.  [ Schmuck und Anhänger: Startseite ] [ Willkommen ] [ Geschichte ] [ Schmuckkollektionen ]
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